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Länder-
und Reise-Infos Ecuador
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Geographie
Der
Äquator, der nördlich von Quito den kleinsten Andenstaaten
durchzieht, hat dem Land seinen Namen gegeben. Auf relativ engem
Raum besitzt Ecuador drei völlig unterschiedliche Regionen.
Das Tiefland im Westen mit einer 650 km langen Pazifikküste,
das Amazonasbecken im Osten, auch Oriente genannt, das in etwa
ein Drittel der Landesfläche einnimmt und den Doppelgebirgszug
der Cordillera Real, der von den beiden anderen Regionen eingerahmt
wird. Dieser durchschnittlich 3000 m hohe Gebirgskamm durchzieht
das Land von Norden nach Süden und teilt es entzwei. Im
geologisch jüngeren Norden erheben sich aus den beiden
Hauptkämmen der Cordillera über 20 Vulkane, darunter
der höchste tätige Vulkan der Welt, der Cotopaxi
(5897 m), und der mit 6310 m höchste Berg des Landes, der
Chimborazo. Die Hauptstadt Quito liegt in einem Gebirgstal auf
2850 m Höhe. Zu Ecuador gehören zudem die rund
1000 km westlich des Festlandes gelegenen Galapagosinseln.
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Geschichte
Funde
aus der Steinzeit, die man in der Region um Quito gefunden hat,
werden auf 9000 Jahre v. Chr. datiert. Keramik-Figuren, die
man in der zentralen Küstenregion Ecuadors gefunden hat
und die der Valdivia-Periode zugerechnet werden, entstammen
einer weiter entwickelten Kultur um 3200 v. Chr. Zu sehen bekommt
man diese Funde, die zu den ältesten des Kontinents zählen,
in den Museen in Quito und Guayaquil. Zur Hochblüte gelangte
die seefahrende Manta-Kultur (500-900 n. Chr.), die mit ihren
Balsa-Booten vermutlich bis nach Mexiko segelte. Ab 900 begründeten
die von der Küste her kommenden Caras ein erstes Großreich,
das bis in das Hochland reichte. Im Süden grenzte das Reich
der Cañari an.
Im Jahr 1450 unterwarfen die Inka alle Völker im heutigen
Ecuador. Deren Herrschaft findet mit der Eroberung Perus durch
den Spanier Francisco Pizarro 1532 ein rasches und dramatisches
Ende. Im Jahr 1542 entdeckte Francisco Orellana von Quito aus
den Amazonas und war somit der Erste, der den Kontinent durchquerte.
Ecuador blieb in den nächsten Jahrhunderten eine friedliche
spanische Kolonie, was der Landwirtschaft und der Kunst zugute
kam. Auch wurden verschiedene landwirtschaftliche Güter
aus Europa eingeführt, zum Beispiel Rinder und Bananen,
die bis heute eine wichtige Rolle spielen. Bis 1739 unterstand
das heute ecuadorianische Gebiet dem Vizekönigreich Peru
und bis 1820 dem Vizekönigreich Neu-Granada.
Die Unabhängigkeit erkämpften die Venezolaner Simón
Bolívar und Antonio Jose Sucre, deren Traum ein Vereinigtes
Südamerika war. Begonnen hat die Verwirklichung dieses
Traums mit dem Zusammenschluss von Venezuela, Kolumbien und
Ecuador zu Groß- kolumbien. Bereits nach acht Jahren zerfiel
Großkolumbien jedoch im Jahr 1830 und die Republik Ecuador
wurde völlig unabhängig.
Es folgte eine lange Zeit, die geprägt war von Grenzstreitigkeiten
mit Kolumbien und Peru sowie einem Ringen um die Macht im Land
zwischen den liberalen und den konservativen Kräften. Die
Rivalität der politischen Gruppierungen eskalierte des
Öfteren in extremen Gewalttaten und das Ecuador des 20.
Jahrhunderts hat schon ebenso viele Militärregime wie Zivilregierungen
erlebt. Mit der Verfassung von 1978 und Jaime Roldos, dem ersten
demokratisch gewählten Präsidenten, hat sich die Lage
jedoch verändert. Seither wurden in der Republik alle Regierungen
durch freie Wahlen gewählt und Ecuador ist in der jüngeren
Vergangenheit ein friedliches, demokratisches Land.
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Wirtschaft
Bis
noch vor kurzem war Ecuador eine typische “Bananenrepublik”.
Wichtigste Einnahme-quelle war bis Anfang der 70er Jahre der
Export von landwirtschaftlichen Gütern, v.a. von Bananen.
Mit dem Fund von Öl, das von der nationalen Gesellschaft
CEPE im Amazonas-tiefland gefördert und dann per Pipeline
über die Anden bis zum Ölhafen Esmeraldas transportiert
wird, hat sich die Situation jedoch rasch geändert. Die
Bananenexporte der südlichen Küste belegen heute nur
noch den zweiten Platz der nationalen Einnahmen. Neben den traditionellen
Produkten wie Kaffee und Kakao, Zuckerrohr und Reis gewann in
letzter Zeit vor allem die Garnelenzucht an Bedeutung, die auf
Kosten der natürlichen Mangrovenvegetation betrieben wird.
Das verarbeitende Gewerbe ist so schwach ausgeprägt, dass
ein Großteil der Bevölkerung sich als “fliegende
Händler” im informellen Sektor betätigt, um
zu überleben. Der Tourismus als internationale Einnahmequelle
ist in Ecuador kaum ausgeprägt und steckt noch in der Entwicklungsphase.
Trotz der Erdöl-Einnahmen hat sich der Lebensstandart der
Bevölkerung nur zu einem gewissen Grad verbessert und Ecuador
ist ein armes Land geblieben. Rund 40 % des nationalen Einkommens
gehen bis heute an nur 5 % der Bevölkerung. Die medizinische
Versorgung und die Schulbildung haben sich dennoch verbessert.
Gesunkene Erdölpreise beschworen 1987 eine Wirtschaftskrise
herauf und in der Regierungszeit von Sixto Duran Ballen rettete
nur ein Umschuldungsabkommen mit der Weltbank Ecuador vor dem
Staatsbankrott.
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Bevölkerung
Schätzungsweise
11,5 Millionen Menschen lebten 1996 in Ecuador. Rund 40 % davon
sind Indianer, weitere 40 % Mestizen. Dadurch gehört Ecuador
zu den Ländern Lateinamerikas mit dem höchsten Anteil
an indianischer Bevölkerung. Die meisten Indianer leben im
Hochland und sprechen Quechua. Eine kleine Anzahl indigener Völker
bewohnt den Amazonasurwald, darunter die Shuar, Cofan, Siona,
Huaorani und Achuar. Etwa 15 % der Bevölkerung sind Weiße
und der Hauptteil der restlichen Einwohner Schwarze, mit einer
geringen Anzahl an Asiaten. Die Mehrheit der Bevölkerung
lebt in den Städten, ein Viertel allein in Quito und Guayaquil.
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Flora und Fauna
Verschiedenste
Ökosysteme auf engstem Raum und ausgedehnte Schutzgebiete
machen das Land zu einem leicht bereisbaren Naturparadies. Biologen
zählten die immense Vielfalt von über 25.000 Pflanzen-,
320 Säugetier-, 1.550 Vogel- und 375 Amphibienarten. Daher
gilt Ecuador als eine der artenreichsten Regionen weltweit, was
immer mehr Naturliebhaber anlockt. Charakteristisch für die
Vegetation der Anden sind die Páramo-Wiesen oder Höhensteppen
mit den wachsblättrigen Pflanzen, die gelernt haben mit der
extremen Sonneneinstrahlung an wolkenlosen Tagen zu leben. Heimisch
sind hier der Kondor, Kolibris, Hirsche und letzte Pumas. Typisch
für die Pazifikküste sind Mangrovenwälder, die
natürliche Kinderstube für Krabben, Austern und Fische.
Im Norden um den Rio Esmeraldas wuchert dichte Regenwaldvegetation,
die dem Amazonasbecken ähnelt. Eine Sonderstellung nimmt
schließlich der Nationalpark Galapagos mit seiner eigentümlichen
endemischen Tier- und Pflanzenwelt ein, die Charles Darwin zu
seiner Evolutionstheorie anregte.
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Religion
Wie
auch in anderen Ländern Südamerikas ist die Bevölkerung
zu 90 % römisch-katolischen Glaubens. Protestanten, Juden und
Muslime bilden die Minderheit. |
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Sprache
Die
Amtssprache in Ecuador ist Spanisch. Die meisten Indianer sprechen
zwei Sprachen. Einmal natürlich Spanisch, aber ihre bevorzugte
Sprache ist Quechua. Englisch wird in Hotels, am Flughafen und in
den Tourismus-Büros verstanden. |
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Wie
ist das Wetter in Ecuador?
Das
Klima in Ecuador ist mit unserem gemäßigtem Klima nicht
zu vergleichen. Anstelle der gewohnten vier Jahreszeiten gibt es
dort regenreiche und trockene Zeiten. Außerdem variiert das
Wetter stark zwischen den drei verschiedenen Regionen in Ecuador.
Die Küstenregion und die Galápagosinseln sind durch
die Meeresströmungen beeinflusst. Von Januar bis April ist
das Wetter heiß und regnerisch mit einer durchschnittlichen
Tagestemperatur von 30 °C und mehr. Während der übrigen
Monate ist es ein paar Grad kühler und es regnet selten. Trotzdem
ist es häufig grau und die Luftfeuchtigkeit ist hoch.
Im Oriente regnet es während des ganzen Jahres meist am späten
Nachmittag oder Abend. Die trockensten Monate sind August und Dezember
bis März, während April bis Juni die regenreichsten sind.
Die Temperaturen sind fast so hoch wie an der Küste.
Im Gebirge ist die Trockenzeit in den Monaten Juni bis September,
Dezember und Januar. Der regenreichste Monat ist hier der April.
Während des ganzen Jahres unterliegen die Temperaturen starken
täglichen Schwankungen, die Höchsttemperaturen liegen
nachmittags bei 20-22 °C und die Tiefsttemperaturen in der Nacht
bei etwa 7 °C.
Auch wenn wir euch hier einen gewissen Anhaltspunkt geben wollen,
ist es wahrscheinlich, dass ihr alle “unsere” vier Jahreszeiten
an einem Tag erleben werdet. Das Wetter in Ecuador ist großteils
einfach unvorhersehbar.
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Welche
Reisedokumente benötige ich?
Für
Aufenhalte bis zu 90 Tagen genügt ein bei der Einreise noch
mindestens sechs Monate gültiger Reisepass. Vorsicht: Kinderausweise
werden nicht anerkannt. Kinder müssen in den Ausweis ihrer
Eltern eingetragen sein oder selbst einen besitzen. In Ecuador angekommen
erhält man eine drei Monate gültige Touristenkarte, die
bei der Ausreise wieder vorgezeigt werden muss. Da immer wieder
Kontrollen in öffentlichen Verkehrsmitteln durchgeführt
werden, solltet ihr euren Pass immer dabei haben. |
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Geld/Währung
Seit
12.09.2000 gelten als gesetzliche Zahlungsmittel in Ecuador nur
noch der US-Dollar und neu geprägte nationale Centavo-Münzen.
Da vermehrt gefälschte Dollarnoten in Umlauf sind, nehmen Geschäfte
und Banken in der Regel keine 50- und 100-Dollar-Noten mehr an.
Reisende sollten dies bei der Mitnahme von US-Dollar in bar vor
der Einreise nach Ecuador berücksichtigen. |
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Drogen
Das Auswärtige
Amt warnt eindringlich vor Drogenkonsum und -handel! Selbst wenn nur
wenige Gramm für den Eigenbedarf mit sich geführt werden,
drohen hohe Strafen. Das Strafmaß für Drogendelikte schwankt
zwischen 4 und 16 Jahren. Da es zwischen Deutschland und Ecuador kein
Auslieferungsabkommen gibt, müssen die Strafen in Ecuador verbüßt
werden! |
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Medizinische
Hinweise/Impfungen
Medizinische
Hinweise und Informationen zu den empfohlenen Impfungen erhaltet
Ihr beispielsweise auf der Website des
Centrums für Reisemedizin (CRM).
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Krankenversicherung
Eine
Auslandskrankenversicherung, die einen Rücktransport einschließt
würden wir euch empfehlen. |
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Sicherheit
Aktuelle
Reisehinweise bezüglich der Sicherheit gibt das Auswärtige
Amt unter http://www.auswaertiges-amt.de
laufend bekannt. |
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Adressen
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Botschaften & Konsulate:
In Deutschland:
Botschaft der Republik Ecuador
Kaiser-Friedrich-Str. 90
10585 Berlin
Tel.: (0 30) 2 38 62 17
General-
und Honorarkonsulate auch in Bremen, Frankfurt/M., Hamburg und München
In
Österreich:
Botschaft der Republik Ecuador
Goldschmiedgasse 10
1010 Wien
Tel: (01) 5 35 32 08
In
der Schweiz:
Botschaft der Republik Ecuador
Ensingerstr. 48
3006 Bern
Tel: (0 31) 3 51 17 55
Honorarkonsulate
in Genf, Lugano, Puidoux-Gare und Zürich
Bei
schriftlichen Anfragen legt bitte einen frankierten Rückumschlag
(DIN A5) bei. |
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Auswärtiges
Amt:
In
Deutschland:
Auswärtiges Amt
Bürgerservice
Referat 040
11013 Berlin
Tel: (0 30) 50 00-0
http://www.auswaertiges-amt.de
In
Österreich:
http://www.bmaa.gv.at
In
der Schweiz:
http://www.eda.admin.ch |
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Ferienhäuser
in Südamerika findet Ihr hier |
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